Hirtenhunde in unserer modernen Welt?

Oktober 31, 2008

Das Leben mit unseren liebsten Hausgenossen, den Hunden, hat sich in den letzten Jahren nicht unwesentlich geandert. Heutzutage hoert man als erstes, wenn man sich einen Hund angeschafft hat oder anschaffen moechte Schlagworte wie Hundeschule, Hundefuehrerschein, Wesenstest, Listenhunde uvm.

 

Viele unserer beliebtesten Hunderassen sind in kuerzester Zeit zu Modehunden mutiert und allzu ehrgeizige “Zuechter” haben die Moeglichkeit des schnell verdienten Geldes allzu gut genutzt. Zum Uebel der Rasse. Und hier faellt mir ein weiteres Schlagwort ein: Ueberzuechtung. Dadurch ist es zu nicht unerheblichen Gesundheits- und Wesensveraenderungen gekommen.

 

Viele Hundefreunde sind in den letzten Jahren auf den noch weitgehend unverfaelschten Hirtenhund aufmerksam geworden. Seine Urspruenglichkeit haben in den letzten Jahren immer mehr Anhaenger gefunden. Dadurch sind natuerlich auch wiederum neue Probleme entstanden. Manch einer ist davon ausgegangen, dass ein Hund (egal welcher Rasse) sich unserem Lebensstil anzupassen hat. Ein gefaehrlicher Irrtum, denn zuerst einmal muessen Hund und Mensch zueinander passen. Man sollte also im Vorfeld schon ueberlegen, ob der eigene Lebensstil zum jeweiligen Hundetyp passen wuerde.

 

Je groesser und wehrhafter der Hund ist, desto schwieriger wird die Integration eines solchen in unserer Gesellschaft. Aber so sind die Hirtenhunde: Grosse, kommpromisslose Waechter und Beschuetzer, die sich schwer “reinreden” lassen. Sie sind keine super geselligen Hunde, die sich wie manch andere Rassen auf Hundeplaetzen mit Gleichgesinnten vergnuegen. Sie sind Fremden gegenueber eher scheu und zurueckhaltend und lassen sich meisst nur mit der eigenen Familie, Rudel und Freunden bzw. Hundefreunden gerne ein. Dass ein Hirtenhund seine Schafherde braucht, ist nicht richtig. Der enge Familienanschluss und Respekt sind ihm viel wichtiger und auch in unserer super modernen Welt kann er seinen Platz finden. An den Halter wird ein sehr hoher Anspruch gestellt: die richtige hirtenhundgerechte Erziehung und Integration unter Beruecksichtigung seines Charakters und seiner Ansprueche. 

Sicherlich ist die genetische Abstammung der Hirtenhunde nicht unwesentlich, dennoch sind Praegung, Sozialisierung und die richtige Integration in ein bestimmtes Lebensumfeld weitaus bedeutender. Da Hirtenhunde im Gegensatz zu vielen anderen Rassehunden eine verlaengerte Jugendzeit haben, verlaengern sich dementsprechend auch Erziehungsprogramm und Gewoehnung.

 

Wichtig bei jedem Erziehungsversuch und Eingewoehnungsprogramm ist, dass sie den Hund so akzeptieren wie er ist: ein selbstaendiger und zuverlaessiger, manchmal dickkoepfiger und stoischer sowie stolzer Waechter, der ein volles Familienmitglied sein moechte. Der Hirtenhund will mit Respekt behandelt werden und wird niemals der perfekt abgerichtete unterwuerfige Hund werden.

 

Der Hirtenhund ist also kein Hund fuer jedermann. Aber derjenige, der zu einem Hirtenhund passt, hat es umso leichter, ihn in unsere super modernen Welt zu integrieren.

 

Info: www.casabianca.biz

Der Cane da Pastore Maremmano Abruzzese

Oktober 22, 2008

Der Maremmano Abruzzese 

Geschichte

Die Rasse ist im Jahre 1958 aus der Kreuzung zwischen dem großen Abruzzen-Hirtenhund und seinem kleineren Verwandten, dem Maremma-Hirtenhund, entstanden. Auch heute noch schätzen die Schäfer seine Ursprünglichkeit und den Schutz, den er seinem Herren und der Viehherde zu geben weiß. In Italien wird er ebenfalls als Territoriumswaechter sowie Haus- und Hofhund eingesetzt.

Charakter

Sein Charakter ist stolz und unabhängig. Er ist sanft mit seinen Familienangehörigen, aber zurückhaltend und vorsichtig mit Fremden. Er ist in der Lage in unvorhergesehenden Situationen, eigenständig die Inizative zu ergreifen. Mit bemerkenswertem territorialem Instinkt verteidigt er mutig alles, was sich in seinem Revier befindet. Sein Schutztrieb ist auf hoechstem Niveau entwickelt und angeboren.

Haltung

Der Maremmano Abruzzese liebt die große Weite und besonders die Nähe zu seinem Herrn. Seit Jahrhunderten bis heute ist es seine Hauptaufgabe die Herde und den Hirten zu beschützen. Der Maremmano Abruzzese folgt immer seiner Herde: tagsüber begleitet er sie stets wachsam auf die Weiden, nachts lagert er in der Nähe und hält Wache. Auch bei Temeraturen weit unter dem Gefrierpunkt zieht es diese robuste und resistente Rasse stets vor sich draußen aufzuhalten. Nur bei besonders großer Hitze sucht er sich auch mal drinnen einen schattigen Patz. Man kann den Maremmano auch in einem Haus mit großem Garten halten, so daß er genügend Auslauf und engen Familienkontakt hat.

Zu bedenken

Der Maremmano Abruzzese ist kein Hund für jedermann. Wer sich für diese großartige Rasse entscheidet, sollte zu allererst seine Unabhängigkeit zu schätzen wissen. Der Halter sollte niemals mit Gewalt demonstrieren wer das Sagen hat. Dank seiner Intelligenz, seiner Intuition und der Zuneigung zu seinem Herrn wird es dem Maremmano nicht schwerfallen sich gut zu benehmen.

Infos: www.casabianca.biz

Hello world!

Oktober 22, 2008

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